Steuerungen

Trinamic-Steuerung über serielle Schnittstelle

Meine erste Eigenbau-Steuerung baute ich mit einem Trinamic-Modul TMCM-343. Dieses kann drei Schrittmotore mit bis zu 1,1A ansteuern, so habe ich gleich noch einen Anschluss für eine Motorfokussierung frei. Die max. Spannung beträgt 34 V und Mikroschritt bis 1/64 ist möglich, ebenso Rampenfahrt und eine gute Stromregelung.

Vorteil dieser Steuerung: Ich kann alle Motorparameter frei einstellen. Nachteil: Ich brauche einen Computer zur Ansteuerung des Moduls. Das ist für Fotografen aber unproblematisch, wir benutzen normalerweise immer einen.

Die Handbox wurde durch einen Joystick ersetzt, somit ist sogar dynamisches Verfahren möglich.

Die Ansteuerung erfolgt über LX200 (z.B. ASCOM). Ein interner virtueller COM-Port emuliert eine LX200-Steuerung und gibt die Befehle an ein kleines Steuerprogramm weiter, das die Umsetzung in Maschinenbefehle für die Steuerplatine übernimmt. Man kann also beliebige Montierungen wie eine LX200 ansprechen, nur die Getriebeübersetzung und der maximale Strom muss angepasst werden.

Das automatische Umschlagen kann man verschieben oder ganz abschalten. Pulse-Guiding ist möglich. Für Langzeit-Fotografie kann man einen Zeitpunkt zum Parken und Herunterfahren des Computers festlegen.

Für die EQ6 habe ich ein internes Modul gebaut, das nur noch USB-Anschluss und Stromversorgung benötigt.

Die G11 arbeitet mit einer externen Steuerbox.

 

 

Trinamic-Steuerung mit Arduino

Seit einiger Zeit arbeite ich an einer erweiterten Lösung mit Arduino, die auch autark ohne Computer funktioniert. Es wird dann kein interner virtueller COM-Port mehr benötigt. Sie hat Ähnlichkeit mit dem On-Step-Projekt, arbeitet aber weiterhin mit einem Trinamic-Modul, da sich diese bei mir (auch beruflich) sehr bewährt haben.